Warum sehen Farben im Druck anders aus als am Bildschirm?
- 7. Juli
- 1 Min. Lesezeit
CMYK vs. RGB einfach erklärt
Viele kennen das Problem: Das Design sieht am Bildschirm perfekt aus – kräftige Farben, starke Kontraste und leuchtende Töne. Nach dem Druck wirkt plötzlich alles dunkler, matter oder leicht verändert.
Warum passiert das eigentlich?
Die Antwort liegt in zwei unterschiedlichen Farbmodellen: RGB und CMYK.
Der RGB-Farbraum einfach erklärt

RGB steht für die drei Grundfarben: ROT, GRÜN, BLAU
Aus diesen drei Farben entstehen durch unterschiedliche Mischungen Millionen verschiedener Farbtöne. Deshalb werden nahezu alle digitalen Inhalte im RGB-Farbraum dargestellt – zum Beispiel auf:
Bildschirmen
Smartphones
Fernsehern
Digitalkameras
RGB basiert auf Licht. Farben entstehen also dadurch, dass Licht gemischt wird. Man spricht deshalb von einem additiven Farbmodell. Dabei gilt, je mehr Licht hinzugefügt wird, desto heller wird die Farbe. Werden Rot, Grün und Blau jeweils zu 100 % kombiniert, entsteht Weiß.
Der CMYK-Farbraum für den Druck

CMYK besteht aus: CYAN, MAGENTA, YELLOW (Gelb), KEY (Schwarz)
im Gegensatz zu RGB entsteht die Farbe hier nicht durch Licht, sondern durch Druckfarbe auf meist weissem Papier. Deshalb spricht man von einem subtraktiven Farbmodell.
Dabei gilt, je mehr Farbe gedruckt wird, desto dunkler wird das Ergebnis. Werden Cyan, Magenta und Gelb vollständig gemischt, entsteht kein echtes Schwarz, sondern eher ein dunkler Braunton. Deshalb wird zusätzlich Schwarz verwendet.
Beim Druck werden die einzelnen Farben nacheinander auf das Papier aufgetragen. Durch unterschiedliche Mischverhältnisse entstehen so viele verschiedene Farbtöne.
Der CMYK-Farbraum ist kleiner als der RGB-Farbraum. Deshalb können manche leuchtenden Bildschirmfarben im Druck nicht exakt dargestellt werden.
CMYK ist Voraussetzung für den Offsetdruck!
Anleitung RGB in CMYK umwandeln im Photoshop



